Der Self-Storage-Markt boomt. Laut Branchenreport 2026 von CBRE stapeln sich mittlerweile an 1.394 Standorten bundesweit die persönlichen Schätze in gemieteten Boxen, Tendenz steigend.
Gerade in Großstädten ist Self Storage eine praktische Lösung. Die neue Wohnung ist ein Traum, nur der Keller hat ungefähr die Abmessungen eines Schuhkartons. Wohin also mit den Möbeln, Kisten und all den Dingen, die man nicht braucht, aber keinesfalls wegwerfen kann?
Die Lösung ist schnell gefunden: Rolltor auf, Hausrat hinein, Schloss zu. Der Hausfrieden ist gerettet. Die Versicherung allerdings noch nicht. Denn eine Hausratversicherung bedeutet nicht automatisch, dass der eingelagerte Hausrat auch wirklich geschützt ist.
Das Problem, auf das selbst der Branchenverband GDV hinweist, liegt in einem unscheinbaren Wort: „vorübergehend“. Die klassische Außenversicherung ist für die Dienstreise oder den Urlaub gedacht, nicht für Omas Kommode, die dort die nächsten zehn Jahre auf ihre Wiederentdeckung wartet. Eine dauerhafte Lagerung ist eben keine vorübergehende Abwesenheit von wenigen Wochen oder Monaten.
Das hat uns bei ASCORE Analyse natürlich alarmiert. In unserem aktuellen Hausrat-Scoring haben wir daher das Merkmal „Eingelagerter Hausrat dauerhaft in Self Storage mitversichert“ eingeführt. Das Ergebnis ist, sagen wir, überschaubar. Von 153 untersuchten Tarifen bieten gerade einmal 21 diesen Schutz an. Die Leistungen sind dabei alles andere als homogen: . Der eine leistet bis 15.000 Euro, der nächste bis 25.000 Euro. Wieder ein anderer verlangt eine Alarmanlage, schließt Wertsachen aus und leistet nur, wenn kein anderer zahlt.
Fairerweise muss man allerdings ergänzen, dass viele Self-Storage Anbieter ebenfalls Versicherungsschutz für die eingelagerten Sachen anbieten, teilweise sogar verpflichtend.
Das Ergebnis unserer Analyse zeigt eine interessante Marktentwicklung. Während der Bedarf an dauerhaften Lagerlösungen wächst, haben die Versicherungsprodukte damit noch nicht flächendeckend Schritt gehalten. Unsere Auswertung macht deutlich, dass es bereits Vorreiter gibt, die mit klaren Regelungen und Summen bis zu 25.000 Euro auf diesen Bedarf reagieren.
Beitrag von Melanie Freund-Reupert
Geschäftsführerin ASCORE Analyse

Quellen:
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